E-Bike fahren im Ruhrgebiet

Das Ruhrgebiet, für uns ein Stück liebenswerte Heimat. In den letzten Monaten haben wir es auch als wunderbare Ort zum Fahren mit dem E-Bike kennen und schätzen gelernt. Natur, Flüsse und Kanäle, alte Industrieanlagen, Halden, tolle alte Bergarbeiter-Wohnsiedlungen – all das bietet das Ruhrgebiet in unbegrenzter Anzahl. Das Ganze gespickt mit den offenen, meist freundlichen Menschen mit Kodderschnauze, mit denen man am Büdchen ins Gespräch kommt.

Das Ruhrgebiet bieten viele schöne Ecken zum Entdecken. Dazu gibt es inzwischen ein sehr gutes Radwegenetz, mit dem das Ruhrgebiet flächendeckend erkundet werden kann. Bahntrassen-Radwege, ein Radschnellweg, viele Rad- Wanderwege entlang von Flüssen und Kanälen und dazu immer mehr Fahrradstraßen, über die man entspannt radeln kann.

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Region Ruhrgebiet
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Kilometer Radwege

Radwegenetz und Knotenpunkte im Ruhrpott

Wer das Ruhrgebiet nicht kennt, wird wohl vermuten, dass das Radfahren hier ein Risiko ist. Riesige Städte, die nahtlos ineinander übergehen. Viel Verkehr auf den Straßen, Autos ohne Ende.

Das ist durchaus so Realität, aber für Radfahrer gibt es viele Möglichkeiten, sicher und entspannt durch das Ruhrgebiet zu radeln.

Knotenpunkte und Wegweiser

Zum Einem gibt es hier das Knotenpunkt-System. Mit diesem kann man sich in der Region wunderbar orientieren. Über 280 Infotafeln stehen an Sehenswürdigkeiten, Bahnhöfen und Radwegekreuzungen. Die Kreuzungen wurden zudem mit einem Nummernsystem ausgestattet, mit denen man sich sehr einfach in der Region zurechtfinden kann und problemlos zum nächsten Ort oder zur nächsten Sehenswürdigkeit kommt.

Zudem ist die Ausschilderung der Radwege im Ruhrgebiet fast perfekt. Überall entlang der Radwege findet  man die Hinweisschilder, zusammen mit den Knotenpunkten und der Ausschilderung von besonderen Radtouren oder Radwegen.

Bahntrassen und andere tolle Radwege

Das Ruhrgebiet war von vielen Bahntrassen durchzogen, welche von der Kohleindustrie und den Stahlwerken benötigt wurden. Nach dem Ende der Kohleförderung lagen diese Bahnstrecken teilweise still und wurden nicht mehr benötigt.

Radschnellweg 1 in Mülheim

Pfiffige Verkehrsplaner sind dann auf die Idee gekommen, diese alten Bahntrassen zu Radwegen umzubauen. Diese tollen Radwege findet man daher überall im Ruhrgebiet. Das absolute Highlight ist dabei sicher der Radschnellweg 1. Diese führt aktuell von Mülheim nach Essen, wird aber noch weiter ausgebaut. Wenn er fertig ist, soll er von Duisburg bis nach Hamm führen. Das wird sicherlich noch ein paar Jahre dauern, aber wir freuen uns jetzt schon über jeden neuen Abschnitt der freigegeben wird.

Die schönsten Radwege im Ruhrgebiet

Neben den Bahntrassen und dem Radschnellweg gibt es aber noch viele weitere schöne Radwege. Zum Beispiel entlang der Ruhr, am Rhein-Herne-Kanal oder am Rhein.

Eine Übersicht über die schönsten Radwege im Ruhrgebiet haben wir auf unserem Reiseblog veröffentlicht. Schaut dort gerne mal vorbei. Neben der Übersichtskarte findest Du dort zu allen Radwegen noch Informationen, GPS-Daten und Fotos mit Eindrücken und Sehenswürdigkeiten an der Strecke.

Die schönsten Radwege im Ruhrgebiet

E-Bike Radtouren im Ruhrgebiet

Auf unserem Reiseblog findet Ihr auch eine Liste mit den schönsten E-Bike-Radtouren, welche wir bisher im Ruhrgebiet und im Umland gefahren sind.

Zu den einzelnen Touren stehen dort alle wichtigen Daten zur Verfügung, Links zu ausführlichen Berichten mit vielen Fotos, ein Download der GPS-Daten und natürlich gibt es auch ein paar Bilder zu sehen.

Radtouren um Ruhrgebiet

E-Bike fahren im Ruhrpott – Sehenswürdigkeiten

An dieser Stelle jetzt alle Sehenswürdigkeiten im Ruhrgebiet aufzuzählen, würde den Rahmen dieser Seite komplett sprengen. Daher beschränken wir uns auf ein paar absolute Highlights, die prima mit dem E-Bike erreicht werden können.

Das sind natürlich nur wenige, ausgewählte sehenswerte Orte hier im Ruhrgebiet.

Für noch mehr Auswahl schaut mal auf den Seiten von Ruhrgebiet-Industriekultur, Route Industriekultur oder bei Ruhr-Guide vorbei.

E-Bike fahren im Ruhrpott – ein paar Tipps

Wenn ihr mit dem Rad im Ruhrgebiet unterwegs seid, solltet Ihr ein paar wichtige Dinge wissen:

Fußgänger und Hunde sind auf den Wegen keine Gegner, sondern gleichgestellte Partner. Ein freundlicher Gruß „Mahlzeit“ oder „Wie isset?“, ein Lächeln als Dank, dass man Platz gemacht hat, und schon schlagen einem Sympathien entgegen.

In der Radpause eine Currywurst zu essen, mit Pommes Bahnschranke, ist kein Kalorien-technisches Vergehen, sondern ein Muss.

Alte Industrieanlagen oder aktive Hochöfen am Wegesrand sind schön!

Der Geruch von verbranntem Eisen, Schwefel oder andere Odore (besonders an der Emscher) müssen so sein.

Nein, ihr brauch keine Angst vor irgendwelchen No-go-Areas zu haben, wenn ihr durch den Pott radelt.

Laut „Blau-und-weiß-wie-lieb-ich-dich“-singend durch Dortmund zu fahren, ist nur eine mittelmäßig gute Idee.

Laut „Heya-BVB“-singend durch Gelsenkirchen zu fahren, ist nur eine mittelmäßig gute Idee.